Während Südafrika in der Regel als Quelle für Stabilität und Wohlstand in seiner Region angesehen wird, leben etwa 7,5 Millionen Menschen in informellen Siedlungen und das Land ist mit einem Wohnraummangel von insgesamt 2,5 Millionen Einheiten konfrontiert. Empower Shack ist ein interdisziplinäres Entwicklungsprojekt, das auf diesem Kontext aufbaut und von U-TT und der lokalen NGO Ikhayalami Development Services in Zusammenarbeit mit der BT-Section Community und damit assoziierten lokalen wie internationalen Partnern geleitet wird.
Die laufende Pilotphase konzentriert sich auf ein Cluster von 68 Häusern innerhalb der BT-Section von Khayelitsha. Mit innovativen Gestaltungs- und Organisationsmodellen soll eine umfassende und nachhaltige Strategie zur informellen Siedlungsaufwertung entwickelt werden, die sich auf vier Kernbestandteile konzentriert: einen zweigeschossigen Wohnbau-Prototypen, partizipative Raumplanung, ökologisches Landschaftsmanagement und integrierte Existenzsicherung.
Mit dem sozio-räumlichen „Blocking Out”-Prozess – zusammen mit neuen digitalen Visualisierungstools und einer Mikrofinanzierung – hat Empower Shack eine Schnittstelle zwischen Bewohnern, Fachleuten und der Regierung geschaffen. Gemeinsam mit seinen Partnern entwickelt U-TT einen Ansatz, der auf die aktuelle soziale, ökologische und marktwirtschaftliche Dynamik reagiert und Anreize für den Staat zur Ausweitung der Besitzrechte schafft. Dies würde eine rechtlich tragfähige Grundlage für die künftige, schrittweise Aufrüstung und ein System schaffen, das mit den etablierten politischen Mechanismen verzahnt werden kann.
Die physische Aufrüstung der BT-Section wird bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Danach wird ein einjähriges Evaluierungsprojekt die Ergebnisse überwachen und Pläne für künftige Aufrüstungen in der Region erstellen. Inzwischen unterstützt die Stadt Kapstadt das Programm als Pilotprojekt zur möglichen Wiederholung.
