EiR PD Dr. Joris Van Wezemael, Dr. Markus Nollert | Spatial Transformation Laboratories (STL)
Die Spatial Transformation Laboratories (STL): Laboratorien für die Raumentwicklung
Die Herausforderungen der Raumentwicklung stellen die Grenzen zwischen Raumplanung, Städtebau, Gesellschafts- und Computerwissenschaften in Frage. Neue Wertschöpfungsmodelle, Civic-Tech und Citizen-Science Ansätze rütteln an den Mauern des Elfenbeinturms. In der Praxis gilt zukünftig das Freiraumprimat statt der Parzellenfetisch. Planung darf künftig nicht mehr an Plänen gemessen werden, sondern an Wirkung. Hierfür braucht es bessere Datenbasen und neue Vorgehensweisen sowie eine dynamische Überwachung und Justierung der Planungsergebnisse.
Hochschule, Politik und Entwicklungsindustrie treten zumindest medial mit dem gemeinsamen Ziel der Siedlungsentwicklung nach innen auf. Was aber heisst das konkret, für die Praxis, vor allem aber auch für die Nachwuchsförderung und Forschung?
Raumentwicklung ist keine Disziplin, sondern Brennpunkt vieler Fachrichtungen – innerhalb der ETH Zürich und in der politischen, zivilgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Praxis. Die akademische Raumplanung hat in der Vergangenheit schon betont, ihr Laboratorium sei die Wirklichkeit. Wir wollen diese programmatische Haltung nun konsequent einlösen.
- Elementarer Bestandteil jedes Laboratoriums ist es, begründete Thesen experimentell zu testen. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik testen wir neue Konzepte temporär im Siedlungsraum, überwachen deren Leistung, beurteilen deren Implementierungsrisiken.
- Innovation geschieht immer häufiger durch die neuartige Verbindung von Bestehendem. Strategische Partnerschaften zu anderen Disziplinen innerhalb der Hochschule, aber auch zu grass-roots Bewegungen und etablierten Tech-Konzernen zeichnen die STL als Inkubator von Innovationen aus.
- In der Lehre privilegieren wir Entwurf, Interaktion, Reflexion und das Experiment. Entsprechende Lehrformate dienen nicht zuletzt der Vernetzung von Studierenden im NSL Bereich untereinander, aber auch der Rekombination von Akteuren, Technologien und Praktiken aus Wirtschaft und Politik.
Das Ziel des Laboratoriums ist der Erkenntnisgewinn: produktives Scheitern, belastbare Erfahrungen, Prototypen und innovative Ansätze sind für uns Mittel und Ziel zukunftsweisender Forschung. Die STL wollen gemeinsam mit Praxis und Wissenschaft einen Meilenstein in der Lernkurve der Raumentwicklung setzen.

Schwerpunkt Design
Der Arbeitsbereich «Räumliche Transformation und Design» erforscht Prozesse und Potentiale der räumlichen Transformation und deren Folgen von den Quartieren bis zur transnationalen Grössenordnung. Seine Forschung konzentriert sich auf die Mechanismen des Wandels

Schwerpunkt Strategie
Die Entwicklung nach innen fordert offene Formen der Governance Nach fünfzig Jahren in Bezug auf Landnutzung, Energieverbrauch und Infrastrukturkosten nicht-nachhaltiger räumlicher Entwicklung besteht die einzige Alternative zur Überwindung dieser Entwicklung in der

ETH RAUM – Die neue Plattform zur Raumentwicklung
ETH RAUM ist die neue Plattform der ETH, mit einem breiten Angebot in der Raumentwicklung. Im MAS und den drei neuen CAS Programmen stehen Raumentwicklung, Planungspraxis, Prozessdesign und die Stadt als Laboratorium