{"id":423,"date":"2017-05-15T12:42:54","date_gmt":"2017-05-15T10:42:54","guid":{"rendered":"https:\/\/xoxo.capsule.ch\/2017\/05\/15\/forschungsnahes-lernen-im-fach-staedtebau-urban-research-studio-abgeschlossen\/"},"modified":"2017-05-15T12:42:54","modified_gmt":"2017-05-15T10:42:54","slug":"forschungsnahes-lernen-im-fach-staedtebau-urban-research-studio-abgeschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xoxo.capsule.ch\/it\/2017\/05\/15\/forschungsnahes-lernen-im-fach-staedtebau-urban-research-studio-abgeschlossen\/","title":{"rendered":"Forschungsnahes Lernen im Fach St\u00e4dtebau \u2013 Urban Research Studio abgeschlossen"},"content":{"rendered":"<p>Wir leben und arbeiten in St\u00e4dten, wir bewegen uns tagt\u00e4glich in St\u00e4dten, wir sind Expertinnen und Experten des st\u00e4dtischen Alltags \u2013 und dennoch sind wir nicht darin ge\u00fcbt, das Gesehene und Erlebte analytisch zu durchdringen. Selbst in der Fachwelt von St\u00e4dtebau und Stadtplanung ist diese Diskrepanz zwischen unserer st\u00e4dtischen Alltagsroutine und ihrer fachlichen Anwendung vorhanden. Zwar verf\u00fcgen wir \u00fcber immer leistungsf\u00e4higere Technologien, die uns bei der Analyse und Planung komplexer stadtr\u00e4umlicher Zusammenh\u00e4nge unterst\u00fctzt, aber den st\u00e4dtischen Raum vor unserer Haust\u00fcr k\u00f6nnen wir nur bedingt erkl\u00e4ren. Schon in der didaktischen Struktur des Studiums ist diese Diskrepanz veranlagt. Die Studierenden erlernen die theoretischen und entwerferischen Grundlagen des St\u00e4dtebaus in Entwurfsstudios, Seminarr\u00e4umen und H\u00f6rs\u00e4len, nicht aber im st\u00e4dtischen Raum.<!--more--><\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.urbanresearch.ethz.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Urban Research Studio<\/a> wurde mit dem Anliegen ins Leben gerufen, diese L\u00fccke zu schliessen. Das Projekt fusst auf dem didaktischen Konzept, den st\u00e4dtischen Raum selbst zum Ort des Studiums zu machen. Fernab des universit\u00e4ren Lernumfeldes setzen sich die Studierenden unmittelbar mit den Ph\u00e4nomenen und den Bewohnerinnen und Bewohnern des st\u00e4dtischen Raumes auseinander, sammeln Erfahrungen und pers\u00f6nliche Eindr\u00fccke. Ihre Aufgabe ist es, kleine Forschungsaufgaben mittels qualitativer empirischer Untersuchungsmethoden zu l\u00f6sen. Auf diese Weise \u00fcben sich die Studierenden gleich in mehreren Anforderungen, die der Beruf des St\u00e4dtebauers in Zukunft an sie stellen wird: Sie lernen, ihr allt\u00e4gliches Umfeld zu lesen und machen sich mit Methoden und Vorgehensweisen der empirischen Stadtforschung vertraut. Sie werten die gewonnenen Informationen aus und eignen sich so theoretisches st\u00e4dtebauliches Wissen an. Und sie \u00fcben die Kommunikation mit Anwohnerinnen, Experten und mit ihren Teamkollegen.<\/p>\n<p>Das Urban Research Studio wurde von 2007 bis 2010 vom Fonds f\u00fcr Innovative Lehrprojekte der ETH Z\u00fcrich (Fonds FILEP, heute INNOVEDUM) gef\u00f6rdert. Dank dieser F\u00f6rderung konnten Untersuchungen u.a. in Istanbul, London, Moskau und Liechtenstein durchgef\u00fchrt werden. Zum Abschluss kehrte das Projekt wieder nach Z\u00fcrich zur\u00fcck und widmete sich dem Langstrassenqurtier, einem der bekanntesten, aussergew\u00f6hnlichsten und umstrittensten Quartieren der Stadt. Ziel war es, die besonderen urbanen Eigenschaften des Quartiers zu identifizieren und zu analysieren. Was sind die besonderen Qualit\u00e4ten dieses Quartiers? Wie kommen diese Qualit\u00e4ten zustanden? Und welchen Problemen ist dieses Quartier ausgesetzt?<\/p>\n<p>Um diese Fragen beantworten zu k\u00f6nnen, f\u00fchrten die Studierenden unterschiedliche Untersuchungen durch, basierend auf Kartierungen, Interviews, Expertengespr\u00e4chen und pers\u00f6nlichen Beobachtungen. Auf diese Weise entstand eine facettenreiche Momentaufnahme eines vielschichtigen, sensiblen und unter starkem Ver\u00e4nderungsdruck stehenden Quartieres. Die Ergebnisse wurden in einer <a href=\"http:\/\/www.christiaanse.arch.ethz.ch\/?page_id=236\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Publikation<\/a> dokumentiert und in einer <a href=\"http:\/\/www.af-z.ch\/langstrasseverlaengern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausstellung<\/a> im Architekturforum Z\u00fcrich der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. Publikation und Ausstellung zeigten auf anschauliche Art und Weise, wie man Lehre, Forschung und pers\u00f6nliches Engagement miteinander in Verbindung bringt. Vor allem aber zeigen sie eines: wie (lehr-)reich und vielf\u00e4ltig ein scheinbar allt\u00e4glicher Ort sein kann, wenn man ihn richtig liest.<\/p>\n<p>Kontakt: <a href=\"mailto:rieniets@arch.ethz.ch\" target=\"_self\">Tim Rieniets<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir leben und arbeiten in St\u00e4dten, wir bewegen uns tagt\u00e4glich in St\u00e4dten, wir sind Expertinnen und Experten des st\u00e4dtischen Alltags \u2013 und dennoch sind wir nicht darin ge\u00fcbt, das Gesehene und Erlebte analytisch zu durchdringen. Selbst in der Fachwelt von St\u00e4dtebau und Stadtplanung ist diese Diskrepanz zwischen unserer st\u00e4dtischen Alltagsroutine und ihrer fachlichen Anwendung vorhanden. 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