{"id":2139,"date":"2017-09-01T12:23:22","date_gmt":"2017-09-01T10:23:22","guid":{"rendered":"https:\/\/xoxo.capsule.ch\/2017\/09\/01\/visionierung-in-der-partizipativen-landschaftsentwicklung\/"},"modified":"2017-09-01T12:23:22","modified_gmt":"2017-09-01T10:23:22","slug":"visionierung-in-der-partizipativen-landschaftsentwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xoxo.capsule.ch\/it\/2017\/09\/01\/visionierung-in-der-partizipativen-landschaftsentwicklung\/","title":{"rendered":"Visionierung in der partizipativen Landschaftsentwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Die mangelnde Akzeptanz von r\u00e4umlichen Planungen resultiert oft aus der unzureichenden Integration relevanter lokaler Akteure, ihrer Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche in Planungsprozesse. Durch die Weiterentwicklung der \u00abLandwirtschaftlichen Planung\u00bb soll dieses Planungsinstrument des l\u00e4ndlichen Raumes insbesondere um einen Visionierungsprozess erweitert werden. Auf diese Weise werden Planungen auf eine gemeinsam getragene Basis der w\u00fcnschenswerten Entwicklung abgest\u00fctzt.\u00a0<!--more--><\/p>\n<p>Um Planungsprozesse erfolgreich zu gestalten, so dass die Resultate akzeptiert und umgesetzt werden, ist es wesentlich, die verschiedenen Interessen und Positionen der Beteiligten sichtbar zu machen und zueinander in Bezug zu setzen. Zudem sollte auf einer gemeinsam erarbeiteten und unterst\u00fctzten Idee oder Vision aufgebaut werden. Traditionelle Instrumente und Verfahren der Planung werden oftmals als reaktiv und regulatorisch wahrgenommen und werden nur begrenzt akzeptiert.<\/p>\n<p>Mit dem Planungsinstrument <i>Landwirtschaftliche Planung<\/i> steht in der Schweiz ein etabliertes informelles Instrument zur Verf\u00fcgung, um die unterschiedlichen Anspr\u00fcche an die Raum- und Landnutzung zu koordinieren. Dieses Instrument wird bislang nahezu ausschliesslich sektoral f\u00fcr landwirtschaftliche Fragestellungen eingesetzt und andere Akteursgruppen werden nur am Rande betrachtet. Zudem weist auch dieses Instrument Defizite in der Erarbeitung von Visionen auf, insbesondere kulturelle Aspekte werden bislang vernachl\u00e4ssigt. Aufgrund der offenen und flexiblen Struktur des Instrumentes ist es jedoch pr\u00e4destiniert, die verschiedenen Stakeholder und Interessen im l\u00e4ndlichen Raum zusammenzubringen<\/p>\n<h3>Weiterentwicklung der Landwirtschaftlichen Planung<\/h3>\n<p>Im Forschungsprojekt \u00ab<a href=\"http:\/\/www.plus.ethz.ch\/de\/forschung\/forschungsprojekte\/LP.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weiterentwicklung der Landwirtschaftlichen Planung<\/a>\u00bb wird das Instrument um ein Modul zur gezielten und transparenten Erarbeitung von Visionen erg\u00e4nzt. Diese Visionierung zielt darauf ab, basierend auf gemeinsamen Werten und den W\u00fcnschen der lokalen Akteure konzeptionelle Zielsetzungen zu erarbeiten. Unterst\u00fctzt werden die Diskussionen im Rahmen der Visionierung durch partizipative Landnutzungsmodelle um Effekte verschiedener Rahmenbedingungen als Szenarien darzustellen sowie durch generische Landschaftsvisualisierungen, welche an diese Szenarien gekoppelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die partizipative Erarbeitung einer Vision, welche auch kulturelle Besonderheiten und W\u00fcnsche der Beteiligten ber\u00fccksichtigt, schafft eine gemeinsame Wertegrundlage. Durch diesen Prozess k\u00f6nnen strategische Entscheidungen getroffen werden, die auch langfristig durch die Beteiligten mitgetragen werden. Die so erweiterte <i>Landwirtschaftliche Planung<\/i> ist damit kein regulierendes Instrument der r\u00e4umlichen Entwicklung, sondern dient dem Erkennen von Synergien und der Erarbeitung von Massnahmen, die an die vielf\u00e4ltigen lokalen Bed\u00fcrfnisse angepasst sind.<\/p>\n<p>Die weiterentwickelte <i>Landwirtschaftliche Planung<\/i> wird voraussichtlich ab Herbst 2017 in zwei Pilotprojekten angewandt.<\/p>\n<p><a href=\"mailto:rabes@ethz.ch\" target=\"_self\"><i>Sven-Erik Rabe<\/i><\/a><i>\u00a0und Dr. Enrico Celio sind Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiter an der Professur von Prof. Dr. Adrienne Gr\u00eat-Regamey:\u00a0<\/i><a href=\"http:\/\/www.plus.ethz.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><i>Planning of Landscape and Urban Systems (PLUS)<\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die mangelnde Akzeptanz von r\u00e4umlichen Planungen resultiert oft aus der unzureichenden Integration relevanter lokaler Akteure, ihrer Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche in Planungsprozesse. 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