{"id":7925,"date":"2023-06-25T10:56:33","date_gmt":"2023-06-25T08:56:33","guid":{"rendered":"https:\/\/xoxo.capsule.ch\/2023\/06\/25\/wer-bin-ich-die-agglo-auf-der-suche-nach-identitaet\/"},"modified":"2025-04-23T17:27:56","modified_gmt":"2025-04-23T15:27:56","slug":"wer-bin-ich-die-agglo-auf-der-suche-nach-identitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xoxo.capsule.ch\/en\/2023\/06\/25\/wer-bin-ich-die-agglo-auf-der-suche-nach-identitaet\/","title":{"rendered":"Wer bin ich? Die Agglo auf der Suche nach Identit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Sendung Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 22.05.2023, 17:30 Uhr.<br \/>\nWas Agglomerationsgemeinden tun k\u00f6nnen, um sich nicht in der Gesichtslosigkeit zu verlieren. Zwei Beispiele.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/weder-stadt-noch-land-wer-bin-ich-die-agglo-auf-der-suche-nach-identitaet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link zur Sendung mit Prof. Dr. Adrienne Gr\u00eat-Regamey (7:37 Minuten)<\/a><\/p>\n<h3>Textzusammenfassung der Sendung<\/h3>\n<p>Reihenh\u00e4user mit gepflegten G\u00e4rten, vielleicht ein Einkaufszentrum, sicher aber eine \u00d6V-Haltestelle oder ein Bahnhof, der die Anbindung an die Stadt garantiert: Die Agglo gilt oft als gesichtslos, ist \u00dcbergang zwischen Stadt und Land. Sie hat keine Altstadt mit engen Gassen und M\u00fcnster, und auch der Dorfplatz mit Brunnen und Linde fehlt.<\/p>\n<h4>Keine Identit\u00e4t, kein Engagement<\/h4>\n<p>Das mache es Agglomerationsgemeinden schwer, eine eigene Identit\u00e4t aufzubauen oder zu pflegen, sagt Adrienne Gr\u00eat-Regamey. Die ETH-Professorin forscht im Bereich Raum- und Landschaftsentwicklung. Erst k\u00fcrzlich konnte sie in einer Studie zeigen: Menschen in Agglomerationsgemeinden identifizieren sich weniger mit ihrem Wohnort.<\/p>\n<figure id=\"attachment_20952\" aria-describedby=\"caption-attachment-20952\" style=\"width: 670px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/xoxo.capsule.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Die-15-groessten-Schweizer-Agglomerationen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20952\" src=\"https:\/\/xoxo.capsule.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Die-15-groessten-Schweizer-Agglomerationen.jpg\" alt=\"Wohnbev\u00f6lkerung 2021. Quelle: SSV und BfS.\" width=\"670\" height=\"406\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-20952\" class=\"wp-caption-text\">Wohnbev\u00f6lkerung 2021. Quelle: SSV und BfS.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das hat Konsequenzen: \u00abWenn die Identit\u00e4t fehlt, dann engagieren sich die Menschen auch seltener in der Gemeinde, es entstehen keine Netzwerke\u00bb, so die Forscherin. Das mache die Agglo-Gemeinden verletzlich. \u00abBesonders dann, wenn Ver\u00e4nderungen anstehen. Dann ist niemand da, der sich einsetzen kann.\u00bb<\/p>\n<h4><em>Drei Viertel der Schweiz lebt in einer Agglo<\/em><\/h4>\n<p><em>Zu einer Agglomeration geh\u00f6ren gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Statistik sowohl die G\u00fcrtelgemeinden wie auch die Kernst\u00e4dte.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Schweiz z\u00e4hlt heute 49 Agglomerationen. Mittlerweile lebt drei Viertel der Schweizer Bev\u00f6lkerung in einer Agglomeration.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Stadt Z\u00fcrich und ihr \u00abG\u00fcrtel\u00bb, der sich bis zu 35 Kilometer vom Zentrum weg ausdehnt, ist die gr\u00f6sste Agglomeration der Schweiz. 1.4 Millionen Menschen leben hier. Die kleinste Agglomeration des Landes ist Martigny mit gut 20&#8217;000 Einwohnerinnen und Einwohnern.<\/em><\/p>\n<p>Tanja Bauer weiss um die Herausforderungen der Agglo. Sie ist Gemeindepr\u00e4sidentin von K\u00f6niz. In der Berner Gemeinde wohnen \u00fcber 40&#8217;000 Menschen. Trotzdem werde K\u00f6niz immer wieder \u00fcbersehen. \u00abBeim Gurtenfestival ist meist vom \u2039Berner Hausberg\u203a die Rede. Dabei ist das K\u00f6niz.\u00bb Und auch die Sprinterin Mujinga Kambundji gelte als Bernerin. \u00abDabei ist sie in K\u00f6niz aufgewachsen und hat hier trainiert.\u00bb<\/p>\n<p><strong>\u00abBeim Gurtenfestival ist meist vom \u2039Berner Hausberg\u203a die Rede. Dabei ist das K\u00f6niz.\u00bb <\/strong>(Tanja Bauer, Gemeindepr\u00e4sidentin K\u00f6niz)<\/p>\n<p>Auch Marco Rupp ist Pr\u00e4sident einer Agglogemeinde. Fast 12&#8217;000 Menschen leben in Ittigen, nord\u00f6stlich von Bern: keine Altstadt, keine Dorflinde, daf\u00fcr drei S-Bahn-Stationen. \u00abWir leiden schon ein bisschen darunter, dass wir keinen historischen Ortskern haben.\u00bb Die Gemeinde sucht darum den Austausch mit der Bev\u00f6lkerung und f\u00f6rdert die Quartierarbeit: \u00abSobald es um die Quartiere und um die Nachbarschaft geht, sind die Menschen bereit mitzuhelfen.\u00bb<\/p>\n<p>Das best\u00e4tigt auch die Raumentwicklungsexpertin der ETH. \u00abEs bringt unglaublich viel, den Dialog mit der Bev\u00f6lkerung zu st\u00e4rken\u00bb, so Adrienne Gr\u00eat-Regamey. \u00abVor allem auch mit den Neuzuz\u00fcgern, sodass sie den Ort verstehen. Das f\u00f6rdert die Identit\u00e4t.\u00bb Ausserdem sei es wichtig zu wissen, was die eigene Gemeinde ausmache und auf welche Eigenschaften man setzen k\u00f6nne.<\/p>\n<h4>Bahnhof und Gr\u00fcnfl\u00e4che als Visitenkarte<\/h4>\n<p>Auch bei letzterem setzt Ittigen an. \u00abWir haben bewusst eigene Identifikationsorte bestimmt, im Fokus standen die drei S-Bahn-Stationen\u00bb, so Marco Rupp. Der Bahnhof und seine Umgebung wurden umgebaut. Das Einkaufszentrum gleich nebenan soll als N\u00e4chstes dran sein. Die Gemeinde ohne Ortskern soll also doch eine Art Zentrum bekommen.<\/p>\n<p>K\u00f6niz setzt derweil auf Erholungsraum und eine Tempo-20-Zone auf einer Hauptstrasse. Die Gemeinde sei das Musterbeispiel unter den Agglomerationen, vor allem punkto Ortsplanung, so die ETH-Forscherin Adrienne Gr\u00eat-Regamey. Zum Beispiel beim Liebefeldpark, einem Naherholungsraum, eingebettet zwischen Wohnh\u00e4usern und Strasse: \u00abDie grosse Freifl\u00e4che verkn\u00fcpft mit der Verdichtung der Geb\u00e4ude wertet die Gemeinde massiv auf.\u00bb<\/p>\n<p><em>Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 22.05.2023, 17:30 Uhr; stes;hofn<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sendung Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 22.05.2023, 17:30 Uhr. Was Agglomerationsgemeinden tun k\u00f6nnen, um sich nicht in der Gesichtslosigkeit zu verlieren. 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